In der Nacht vom 28. auf den 29. April 1930 brach im nahen Mainsondheim Feuer aus. Es war der erste größere Ernstfall, an dem die neugegründete Klosterfeuerwehr Gelegenheit hatte, ihre Tüchtigkeit zu beweisen. Mit der großen Motorspritze gelang es, das Feuer unter Kontrolle zu bringen und so die außerordentlich gefährdete Ökonomie des Baron von Bechtolsheim zu retten.
Am 22. März 1941 brannte im Kloster der Heuspeicher über dem 1932 erbauten Kuhstall. Ein im Stall beschäftigter Bruder bemerkte gegen 10.15 Uhr das Feuer und gab Alarm. Der Chronist: "Der Kommandant Br. Siegfried hatte in Würzburg zu tun. Der Ersatzmann griff sofort zu. Alles klappte und der Brand wurde gelöscht."
Ein zweites Mal mußte die Feuerwehr am 7. Januar 1964 im eigenen Kloster aktiv werden. Kurz nach 15.30 Uhr schrillte die Sirene auf. Im neuen Seminar war Feuer ausgebrochen. Aus den Luken des Schlafsaaltraktes drang dunkler Rauch. Der Brand wütete am südwestlichen Ende des Traktes. Die Schüler wurden von P. Hermann Kornbrust sofort ins Freie geschickt. Als die Einstiegsluke zum Dachgeschoß geöffnet wurde, schlug Feuer heraus. Den Feuerwehrbrüdern fehlten Atemschutzgeräte. Sie zerfetzten deshalb Handtücher, näßten sie und umwickelten sich damit Mund und Nase. Das Feuer hatte bereits den südliche Teil des Dachstuhles völlig ergriffen. Kurz nach 16.00 Uhr trafen die Kitzinger und andere Wehren ein. Doch alle verfügbaren Leitern waren zu kurz. Eine in Würzburg angeforderte Großleiter traf dann gegen 16.30 Uhr ein. Inzwischen hatte man an der Ostseite vom Dache des Speiseraumes Leitern angelegt; die abteieigene fahrbare Leiter wurde an der Südseite aufgestellt. Vom Westen her drangen angeseilte Feuerwehrmänner über das Dach des Studierflügels an den brennenden Dachstuhl vor. Man suchte also von drei Seiten, Herr über das Feuer zu werden. Es gelang. Gegen 18.00 Uhr rückten die Wehren ab. Die Ursache das Brandes blieb ungeklärt. Aufgrund der gemachten Erfahrungen wurden baldmöglichst Atemschutzgeräte beschafft.
Der dritte Einsatz im Kloster war 1972 erforderlich. Während eines Unwetters am 11. August schlug ein Blitz in den Schweinestall. Der Dachstuhl brannte völlig aus, auch das restliche Gebäude wurde schwer beschädigt. Dank des schnellen Eingreifens der Klosterwehr und der benachbarten Wehren von Stadtschwarzach, Münsterschwarzach, Gerlachshausen, Schwarzenau und Düllstadt wurde ein Übergreifen des Feuers auf die anderen Gebäude verhindert. Auch wurden alle Schweine gerettet.
Da es auf dem Klostergelände der Abtei dank eines gut ausgebauten vorbeugenden Brandschutzes kaum Brände gibt, sind alle 22 Einsätze, die die Wehr im Jahr 1996 zu bewältigen hatte, nachbarschaftliche Löschhilfen. Insbesondere die Einsätze bei Verkehrsunfällen auf der Autobahn schlugen hier zu Buche.
1997 mußte die Klosterfeuerwehr wieder
einmal in ihrem eigenen Gelände tätig werden: In der
Lackiererei der Schreinerei war ein Brand ausgebrochen, den die
Brüder aber schon vor dem Eintreffen der gleichzeitig alarmierten
Nachbarwehren unter Kontrolle hatten.
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