Pfingstlager 2001 des Trupps " Alfred Delp"

Am Freitag, den 1. 6. 01 war es wieder einmal soweit, das Pfingstwochenende stand vor der Tür und somit auch das alljährliche Pfingstlager der Marktbreiter Pfadfinder. Wir nahmen wieder am Pfingstwettkampf der Europapfadfinder St. Michael teil. Dieses Jahr wurde der Ort des Geschehens in Ebersbrunn bei Geiselwind gewählt. Das ganze Lager stand unter dem Motto „Römer“, sowohl bei den Pfadfindern als auch bei den Raidern und Rovern, deren Lagerplatz nur ca. 500 m entfernt von den Pfadfindern lag.

 
Bei der Lagereröffnung

Um 15 Uhr trafen sich die Marktbreiter Pfadfinder an ihrem Gruppenraum unter der Marienkirche in Obernbreit, um die bereits gepackte Ausrüstung auf die Autos zu verteilen. Gegen 16.30 Uhr trafen sie am Lagerplatz ein, die Sippen begannen sofort mit dem Aufbau ihrer Kohten, vereinzelt sah man sogar schon Lagerbauten aus dem Boden sprießen! Außer den beiden Sippen „Luchs“ und „Eichhörnchen“ reisten noch weitere 10 Sippen aus Kitzingen, Traustadt, Glattbach, Wiesenheid und München an. Der Lageraufbau zog sich bis spät in den Abend hin und wurde am nächsten Tag fortgesetzt.

Trotz der schlechten Witterung und des dauernden Regens verwandelte sich die Wiese am Waldrand bis zum Mittag in ein großes Römerlager! Die hochgebauten Kohten wurden mit Teppichen, Schildern, Schwertern und bunten Fahnen verziert, um dem Motto „Römer“ möglichst nahe zu kommen. Nach der Bewertung der Lagerbauten stand für die Sippen eine Stafette auf dem Plan. Hier mussten sie ihr Können und Beweis stellen und so z. B. unter erschwerten Bedingungen ein Feuer entflammen oder bei einem gestellten Unfall schnell und sicher verwundete Personen versorgen. Am Abend fanden sich dann alle am Lagerfeuer ein und spielten ihr, eigens für dieses Lager eingeübtes Theaterstück vor.

Hier bekam man von der Komödie bis zur Tragödie alles zu sehen. Dazu hatten sich die Mädchen und Jungen in römische Gewänder geworfen um den Charakter ihrer Theaterstücke noch zu unterstreichen! Gegen Mitternacht endete der Tag mit einer religiösen Besinnung und einem Nachtgebet. Am Sonntagmorgen schien das Wetter endlich besser zu werden, ab und zu verdeckten zwar noch dunkle Wolken die Sonne, aber die Zeit des Regens war vorbei! So konnte bei etwas Sonnenschein unser großes Spiel beginnen. Die Kelten waren aus der Arena ausgebrochen, um sich vom Joch der Römer zu befreien. Nun bekämpften sich Römer und Kelten und versuchten ihren Göttern wieder neue Macht zu verschaffen.
 
Sippe Eichhörnchen vor ihrer Lagerbaute

Am Nachmittag stand das Wettkochen auf dem Programm. Hierzu bekamen die Sippen rohes Fleisch und Zutaten wie Nudeln, Gewürze und Obst. Daraus wurden römische Spezialitäten in den verschiedensten Arten gezaubert. Eine Jury der Lagerführung bewertete die Köstlichkeiten, danach wurde das Festessen von den Sippen verspeist. Nach einer hl. Messe im Freien versammelten sich am Abend wieder alle in der großen Jurte und lauschten bei Tschai wieder den Theaterstücken. Während der Abendrunde legte noch Markus bei Fackelschein sein Pfadfinderversprechen ab. Den Abend beschlossen wir mit einem Nachtgebet.
Der nächste Morgen begann mit Sonnenschein. Nach einem bewerteten Lagerdurchgang wurden die Zelte und römischen Bauten eingelegt und das Material in die Autos verstaut. Zum Abschluss unseres Lagers feierten wir noch eine hl. Messe, danach war die Abschlussrunde. Natürlich war jeder gespannt welchen Platz nun die eigene Sippe erreicht hatte, vor allem da auf die drei besten Sippen Preise warteten. Erster wurde die Sippe „Elch“ aus München, unsere Sippe „Eichhörnchen“ belegte den vierten und „Luchs“ den zehnten Platz. Gegen 15 Uhr, nach der Abschlussrunde war die Zeit des Abschieds gekommen und wir machten uns auf den Heimweg nach Marktbreit. Die Raider, Pfadfinder über 18 Jahren, hatten ihr eigenes Römerlager mit viel Zeltmaterial wie ein großes befestigtes Lager gebaut. Darin wurde gewerkelt. Sie bauten gemeinsam ein römisches Katapult und konnten damit gegen Lagerende auch bereits Pfeile abschießen.