Pfingslager “Die Stämme Afrikas“ vom 9. bis 12. Mai 2008

Zu Pfingsten bauten die Marktbreiter Pfadfinder zusammen mit befreundeten Gruppen aus dem Kreis Kitzingen und aus München ihr Lager in der Nähe von Obervolkach auf. In diesem Jahr lautete das Motto “Afrikanische Stämme“ und folglich entstand schon bald auf der Lagerwiese ein echtes afrikanisches Dorf.


Sippe Eichhörnchen als Wüstensöhne

Jede Sippe hatte sich in den Wochen der Vorbereitung einen Volksstamm ausgewählt und sich entsprechende Kostüme genäht und gebastelt. Unsere Marktbreiter Sippe “Eichhörnchen“ hatte sich als “Tuareg“ eingekleidet.
Nach dem Zeltaufbau und der Lagereröffnung am Freitag wurden am darauf folgenden Tag die Beduinenzelte mit Teppichen ausgelegt, Feuerstellen und Strohmatten gebaut. Nach dem Aufbau legten alle Pfadfinder ihre Kluft ab und die Gewänder der afrikanischen Völker an. Gleich maß man sich in einem Geländespiel, bei dem sich Sklavenjäger, Wüstenpolizei und Ureinwohner auflauerten, Waren erbeuteten und diese zum Hafen brachten. Die Gesetzesbrecher waren am Ende siegreich.

Abends traf man sich in der Jurtenburg zum Singen. Am Lagerfeuer wurden auch die vorbereitete Theaterstücke von den Sippen vorgetragen. Die Zuschauer erfuhren dabei gar manch fremdartige Geschichte, von sprechenden Bäumen, einem tyrannischen Löwen und giftigen Skorpionen.
Das Wetter war während der Tag nahezu afrikanisch heiß. So auch am Sonntag, den wir mit einer Heiligen Messe begannen. Bei der anschließenden Stafette, einem Rundlauf mit verschiedenen Stationen mit Fragen zu Natur, Erste Hilfe, Sternenkunde, Karte und Kompass und diesmal auch Afrika, konnte man Gestalten in langen Gewändern, afrikanischen Fellen und Kostümen Fahrrad- und Feldwege entlang wandern sehen. Am Nachmittag wurden köstliche Speisen auf den Feuerstellen zubereitet, die anschließend von einer Jury bewertet wurden. Mit Maismehl, Hühnchen, Mais, Reis, Gemüse, Milch und weiteren Zutaten konnten die Sippen ein Menü ihrer Wahl zubereiten, nur sollte alles dazu verwendet werden. Die Jury war sehr begeistert von den Ergebnissen, auch wenn jeder von ihnen eine 14-fache (aber natürlich kleinere) Portion verdrücken musste.
Der Vormittag des letzten Tages musste schon wieder zum Abbauen genutzt werden. Das Stück Afrika verschwand schnell wie eine Fata Morgana wieder von der Wiese hinter Obervolkach, doch die Erinnerungen an diese kurzen, aber dafür umso ausgefüllteren Tage werden bei uns sicherlich nicht so schnell entschwinden.