Pfingstlager
2011 der Marktbreiter Pfadfinder |
| Bei jedem Schritt
scheuchte man auf der großen Wiese in der Nähe von Wiesentheid
mehrere Grashüpfer auf, die dann mit großen Sätzen davon
sprangen. An Pfingsten leisteten über 100 Pfadfinder aus Marktbreit,
Wiesentheid, Kitzingen und München den Bewohnern der Wiese für
vier Tage Gesellschaft. |
![]() Aufbruch zur Stafette |
Auch wenn wir als Pfadfinder nur mit einfachen Mitteln auskommen wollen, sind dennoch einige Aufbauarbeiten nötig, bevor der Lageralltag ins Laufen kommen kann: Die Sippen schlafen in kleineren Zelten, in die bis zu 6 Mann passen. Das Essen wird in diesen kleinen Gruppen selbstständig gekocht. Dafür wird eine erhöhte Feuerstelle gezimmert, an die auch ein Tisch und Bänke gebaut werden. Für abendliche Singerunden gibt es ein großes Gemeinschaftszelt. Dann gilt es noch einen Flaggenmast, an dem die Flaggen von Europa, Deutschland und des Pfadfinderbundes über dem Lager flattern, zu errichten. Auch an die Wasserversorgung und die Toilette muss gedacht werden. |
| In den ausgefüllten 4 Lagertagen maßen sich die Sippen im pfadfinderischen Können. Sie hatten sich in ihren wöchentlichen Gruppenstunden schon lange darauf vorbereitet: Wer weiß alle Nachbarländer von Deutschland - mit Hauptstädten? Wer kann die Stabile Seitenlage und wie legt man einen Druckverband richtig an? Auch die Schnellsten im Zeltaufbau und die Besten in der Nachrichtenübermittlung per Morsebotschaft wurden im "Postenlauf" am Samstag ermittelt. |
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Ausgerüstet mit den ausgefallensten Gewürzen maß man sich am Pfingstsonntag beim "Kochwettstreit". Die Zutaten waren vorher nicht bekannt und sollten innerhalb von 3,5 h auf dem offenen Feuer zu einem 3-Gänge-Menü kombiniert werden. Was würden Sie aus 1kg Kartoffeln, 1,5kg Reis, Lauch, Sellerie, Joghurt, Orangen, Mango, Tomaten, Basilikum, Schinken und Käse zaubern? Es wurde also geschnippelt und gebruzzelt, gedünstet und angeschwitzt - die Ergebnisse präsentierten die Pfadfinder mit Blumenschmuck auf edlem Silbertablett der Jury. Schließlich zeigten die Jungen und Mädchen ihre Kreativität und ihr handwerkliches Können: In einem Workshop präsentierte jede Sippe ein Werkstück, das man in einer Bauzeit von 30min selbst anfertigen konnte. |
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| Dabei waren Musikinstrumente
wie eine Tröte (Kazoo genannt), Trommeln, Kerzenständer aus
verschiedenen Materialien und Ausführungen oder Fackeln. Für
abendliche Unterhaltung sorgten die Rover (erwachsene Pfadfinder), die
sehr gekonnt ein 2stündiges Theaterstück darboten, in dem ein
korrupter Jahrmarktsbesitzer der Reihe nach seine angestellten Schausteller
um die Ecke bringen wollte, um so den Gewinn der Tournee für sich
alleine behalten zu können. |