Sommerlager
des Trupps "Alfred Delp" vom 29.7. bis 12.8.2000 in der Eifel,
in Belgien und Luxemburg |
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öffentlichen Verkehrsmitteln und die letzten 25 km auf Schusters
Rappen erreichte der Pfadfindertrupp "Alfred Delp" des Stammes
St. Georg seinen Lagerplatz in der Eifel, eine Waldwiese, nur 3 km von
der belgischen Grenze entfernt, bei Laudesfeld, nördlich von Bitburg.
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![]() Rast beim beschwerlichen Anmarsch |
Nach
dem beschwerlichen Fußweg von der weit entfernten Bahnstation wurde
drei Tage lang das Lager aufgebaut. Aus ausgeforstetem Fichtenholz des
uns umgebenden Waldes wurden nützliche Lagerbauten geschaffen, welche
auch die Blicke einiger interessierter Besucher auf sich zogen. Diese
erzählten uns von den rauhen Wintern mit den unglaublichen Schneemassen
der "Schneifel", so nennt man diesen Teil der Eifel, von den
verregneten Sommern und von Rekordniederschlägen. Bis auf einen Nachmittagshagel
blieben wir jedoch von den Witterungsbesonderheiten verschont. |
Das Standlager in der ersten Augustwoche war der Ausgangspunkt für Expeditionen entlang des vor dem zweiten Weltkrieg gebauten Westwalls mit seinen monumentalen Betonbunkerüberresten, für einen Abstecher nach Belgien, eine Führung durch das stillgelegte Bleibergwerk von Bleialf sowie für eine Stadterkundung von Prüm, dem nächstgelegenen größeren Ort. Wenige Tage nur konnten wir die selbst geschaffenen Bequemlichkeiten im Lager nutzten, ehe der zweite Teil der Sommerfahrt uns forderte. |
![]() Der idyllische Lagerplatz |
| Unser Trupp von elf tatendurstigen Pfadfindern startete zu Fuß von Bitburg in Richtung Echternach in Luxemburg. Am "Katzenkopf" bei Irrel überwanden wir den Westwall. Das in dieser Bunkeranlage eingerichtete Westwallmuseum hatte seine Pforten leider geschlossen, die Wasserfälle von Irrel luden jedoch jederzeit zu dem einen oder anderen Foto ein. In Echternach erreichten wir Luxemburg. |
![]() Sippe Luchs |
Zwei Tage später sahen wir wieder eine verlassene Zollstation. Nach einigen weiteren Kilometern nahmen wir ein erfrischendes Bad in der Sauer, und sahen interessiert und vergnügt den Bauarbeitern beim Verlegen der Rohre – wie wir später erfuhren für eine zukünftige Abwasserkläranlage - zu. Die Sonne schien prächtig und wir waren uns sicher, schon einen gewissen Teint erhalten zu haben. Der nächste Morgen am vierten Tag der Wanderung begann bei Butzweiler vor den Toren Triers mit einer überaus netten Bekanntschaft. |
Das Gewicht des Rucksacks unseres Kleinsten hatte ihn mit aller Macht zu Boden geworfen. Ein besorgter Autofahrer, der den Vorgang beobachtete, bot seine Hilfe an. Wie sich herausstellte war es der Pfarrer der nahegelegenen Ortschaft. Dieser übernahm nicht nur den Krankentransport, er versorgte uns auch mit Erfrischungen. Seine speziellen, aus den Niederlanden importierten, Coffee-Bonbons versorgten auch die Jüngsten mit ausreichend Energie, um nachmittags einem archäologischen Rundwanderweg interessiert folgen zu können. |
Wir kletterten
in dem Steinbruch umher, aus welchem die Steine der Porta Nigra, der bekanntesten
Toranlage Triers, stammen, sahen ein römisches Kupferbergwerk und
erkletterten Burg Ramstein. Die Sitzgelegenheiten in zwei Höhlen,
in welchen Steinzeitmenschen, Römer, Franken und bis vor 150 Jahren
Einsiedler hausten, erwiesen sich als sehr erholsam. Die beiden letzten
Tage unserer Fahrt verbrachten wir in Trier. |
![]() Sippe Eichhörnchen |
Basilika,
Amphitheater und mehrere Thermen erinnern an den einstigen Glanz der römischen
Metropole nördlich der Alpen. Zerstörungen durch Franken, Normannen,
der Bombenregen vor 55 Jahren und der Wiederaufbau ließen eine interessante
Mischung entstehen. So ist z. B. die Basilika, einstige Residenz des römischen
Kaisers und fränkischer Gaufürsten, heute ein protestantisches
Gotteshaus. Dom und kurfürstliches Palais sind ebenfalls markante
Punkte der Altstadt, die sich in den Sippenchroniken wiederfinden werden. |