Sommerlager des Pfadfindertrupps vom 28.7. bis zum 12.8.2001 in der Hohen Tatra und in Niederösterreich

Am Samstag den 28.07.01 trafen sich 8 fahrtenfrohe Marktbreiter Pfadfinder an den Gruppenräumen unterhalb der Marienkirche, um zu ihrer diesjährigen Sommerfahrt aufzubrechen.

 
Die Teilnehmer der Fahrt

Nachdem das Gemeinschaftsgepäck und die Reiseverpflegung auf die Rucksäcke verteilt war fuhren wir mit Autos zum Iphöfer Bahnhof. Von dort sollte uns der Zug um 16.09 Uhr zur tschechischen Grenze und von Eger aus über Prag mit dem Nachtzug in den slowakischen Teil der Hohen Tatra bringen. Aufgrund einer halbstündigen Verspätung in Iphofen, die sich bis zum Grenzbahnhof Eger auf etwa 1 Stunde ausweitete, verpassten wir auch den letzten Anschlusszug nach Prag. Da das Bahnhofsgebäude zudem noch über die Nacht geschlossen wurde, waren wir somit gezwungen bis zum nächsten Zug um 5.08 Uhr in der Nähe des Bahhofes zu nächtigen. Im Gegensatz zu vielen anderen verärgerten Fahrgästen erkundeten wir einen geeigneten Schlafplatz im nahe gelegenen Park, teilten Nachtwachen ein und begannen zu schlafen. Nach mehreren nächtlichen Begegnungen mit alteingesessenen „Parkbewohnern“ fuhren wir morgens nach Prag und schließlich weiter in die Tatra, in der Ostslowakei. In den frühen Abendstunden erreichten wir unser Ziel, den kleinen Ort Strba, am Fuße eines Berges.

Auf einem Campingplatz schlugen wir unser Lager auf, denn unser Wandergebiet stand unter Naturschutz und zelten war dort untersagt. Am Montag Morgen fuhren wir gleich mit einer Zahnradbahn auf 1200 Meter und von dort aus starteten wir eine Eingewöhnungstour zu einem großen Wasserfall, machten dort Mittagspause und verbrachten den Nachmittag bei schönstem Sonnenschein am Berg.

Zurück am Campinglatz begrüßten wir einen weiteren Pfadfinder von uns, der von seinen Eltern nachgefahren wurde. Gegen Abend entschlossen wir uns das Lager am nächsten Morgen abzubrechen und zu einer großen zwei Tagestour mit Übernachtung am Berg aufzubrechen. So wanderten wir den ganzen Vor- und Nachmittag vorbei an Hütten, Seen und eiskalten Gebirgsbächen, die gerade nach Überschreiten der Baumgrenze in der großen Hitze eine willkommene Erfrischung und vor allem Abkühlung boten. Auf 2100 m erreichten wir ein Hochplateau mit einem großen Gebirgssee umgeben von vielen Gipfeln - genau der richtige Platz, um hier das Lager aufzuschlagen und zu nächtigen. Doch vorher stürmten die größeren Pfadfinder noch einen Gipfel und wurden dafür mit einer sagenhaften Aussicht belohnt.
Nach dem Abstiegt zum „Basislager“ kochten wir zu Abend. Wir warteten bis die letzten Wanderer abgestiegen waren, bauten dann unsere Zelte auf und legten uns zur Ruhe.

 
Rast auf bezwungenem Gipfel

Am nächsten Morgen wurden wir von heftigen Winden, die schon die ganze Nacht über uns hinwegwehten geweckt. Bei einem ersten Blick aus dem Zelt sah man schon dunkle Wolken über die Gipfel „schwappen“ und Minuten später war auch schon Regen in der Luft. Blitzartig bauten wir die Zelte ab und machten uns an den Abstieg. Doch das Wetter meinte es noch mal gut mit uns und es hörte wenig später auf zu regnen. Kurz nach Mittag erreichten wir den Bahnhof im Tal und machten uns mit dem Zug auf in Richtung Bratislava, einer weiteren Station unseres Sommerlagers.

 
Aufbau des Standlagers

Dort angekommen gingen wir für die nächsten drei Tage in eine Jugendherberge. In den folgenden Tagen erkundeteten wir die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten, gingen ins Schwimmbad und erholten uns. Am 4.8. machten wir uns dann mit dem Zug auf Richtung Albrechtsberg in Niederösterreich. Dort verbrachten wir die zweite Woche unseres Sommerlagers mit befreundeteten österreichischen, deutschen und italienischen Pfadfindern. Gleich nach der Ankunft richteten wir uns nach den Regeln der Pfadfinderischen Baukunst für eine Woche Standlager ein. Neben unseren Zelten entstanden eine Kochstelle mit Tisch, Sitzgelgenheiten, ein Herd und ein kleiner Aussichtsturm.

Im Laufe der Tage kam dann noch ein Backofen dazu, aus dem wir vom Brötchen bis zum Käse-Schinken-Baguette so einiges hervorzauberten. Gemeinsam mit den anderen Pfadfindern machten wir auch einen Ausflug zu einer nahengelegenen Burg, sahen eine Greifvogelschau und besuchten Wien. Abends standen gemeinsame Runden auf dem Programm. Die Tage vergingen wie im Flug und viel zu früh kam dann der 12.8., unser Abreisetag. Wir verabschiedeten uns und stiegen in den Zug Richtung Marktbreit, wo wir schließlich in den Abendstunden ankamen.