Sommerlager
2002 in der Fränkischen Schweiz |
| Am 03. August trafen sich 14 Marktbreiter Pfadfinder an den Gruppenräumen um das Material auf die Autos zu verteilen und sich dann selbst mit dem Zug in die Fränkische Schweiz aufzumachen. Die beiden Sippen wurden eingewiesen, dass sie sich selbständig mittels Wochenendtickets auf den Weg nach Bamberg machen sollten. |
![]() Sippe Luchs beim Lageraufbau |
Das
war bereits der Beginn unseres Hajks, einer pfadfinderischen Erkundungswanderung
einer Sippe. In Bamberg sollten sich auch ihre Wege trennen. Denn jede
Sippe sollte einen anderen Weg nach Geisdorf bei Herzogenreuth, wo unser
Lagerplatz lag, verfolgen. Dies war als 3-Tages-Hajk geplant, wobei der
Schwerpunkt mehr auf Erkunden als auf zurücklegen einer Wegstrecke
lag. So erkundeten wir zunächst die historische Altstadt Bambergs,
die Sippe Eichhörnchen wanderte über Schloss Seehof, die Giechburg
und den Gügel nach Geisdorf. Die Sippe Luchs erkundete die Sehenswürdigkeiten
und den Weg über Mistendorf, Heiligenstadt und Schloss Greifenstein,
aus dem Schenk Claus Graf von Staufenberg, der am 20. 7. 1944 das Attentat
auf Adolf Hitler verübte, stammte, zum Ziel Geisdorf |
| Nach drei
Tagen konnten wir voller Stolz auf ein fertig aufgebautes Lager, mit überdachtem
Esstisch, Backofen, Räucherofen und Grillmöglichkeit schauen.
Endlich konnten wir uns einen Tag Ruhe gönnen und besuchten ein Schwimmbad.
Abends feierten wir die Eröffnung des Lagers mit Tschai und einer Liederrunde.
Am nächsten morgen jedoch setzte wieder Dauerregen ein und wir waren
gezwungen unter unseren Überdachungen zu bleiben. Es erwies sich als äußerst praktisch, dass wir unsere Zelte mit Feldtelefonleitungen verbunden hatten. |
![]() Sippe Eichhörnchen vor ihrem Bauwerk |
![]() Leckere Forellen werden geräuchert |
Wir
hatten bei diesem Wetter die Gelegenheit, unsere Kochkünste zu verfeinern. |
| Anschließend
drangen wir noch in die nahegelegene Schönsteinhöhle bei Streitberg
vor.Dies ist keine Besucherhöhle, sondern eine naturbelassene Höhle,
die nicht gesichert ist. Um sie zu besichtigen, mussten wir uns durch enge
Gänge quetschen und zum Teil auf dem Bauch robben. Die Dunkelheit und
Enge war für uns auch ein sehr ungewohntes Erlebnis. Doch wie immer gingen die zwei Wochen Sommerlager viel zu schnell vorbei. Wir hatten von einem Bauern zwei frisch geschlachtete Hasen bekommen, die wir am vorletzten Tag auf unseren Grillspießen zubereiteten. |
![]() Vor dem Einstieg in die Unterwelt |
| Dazu gab es frisches, selbstgebackenes Brot, noch einmal geräucherte Forellen. Einigen Salate verfeinerten unser Abendessen zu einem herrlichen Büfett. Nach dem Schmaus gab es noch eine Liederrunde mit viel Tschai. Nachdem das Lager abgebrochen war, besuchten wir nachmittags noch einen See in einem stillgelegten Steinbruch. Dieser hatte nur einen Zugang und war von Steilwänden eingeschlossen. Die Sonne spiegelte sich im See türkisblau. So hatten wir noch einen sehr schönen Lagerabschluss in einem natürlichen Felsenbad. Nach einer Nacht unter freiem Himmel ging es dann wieder mit dem Zug von Bamberg aus nach Hause. In Marktbreit kamen wir dann mit vielen neuen Erlebnissen an und es gibt immer noch viel zu erzählen. |