Sommerlager 2005 am römischen Limes

Am Samstag, den 30. 7. 2005 trafen sich die Marktbreiter Pfadfinder zur Abfahrt ins Sommerlager am Bahnhof in Marktbreit. Dort wurden von der Truppführung noch zusätzlich Lebensmittel ausgeteilt, die noch in die einzelnen Rucksäcke aufzunehmen waren. Das Lager begann nämlich mit einer Viertageswanderung an einem Wochenende. Mit dem Zug fuhren die 12 bis 18-jährigen Pfadfinder nach Gunzenhausen. Dort begann eine ca. 50 km lange Fußwanderung auf der viele Erkundungen durchzuführen waren mit vollem Gepäck, bevor der Lagerplatz in Kaldorf bei Eichstätt erreicht wurde.

 
Sippe Eichhörnchen ...

Das erste Ziel war der Altmühlüberleiter bei Frickenfelden, die Stelle an der die Wasserscheide zwischen Nordsee und Schwarzem Meer durchtunnelt wurde. Das nächste Ziel auf der anderen Seite des Tunnels war der Brombachsee in dem das übergeleitete Wasser gesammelt wurde. Der Sinn dieses Überleitungsprojektes war herauszufinden. Die Jungen suchten sich selbst ein Nachtquartier. Das erste Ziel war der Altmühlüberleiter bei Frickenfelden, die Stelle an der die Wasserscheide zwischen Nordsee und Schwarzem Meer durchtunnelt wurde. Das nächste Ziel auf der anderen Seite des Tunnels war der Brombachsee in dem das übergeleitete Wasser gesammelt wurde. Der Sinn dieses Überleitungsprojektes war herauszufinden. Die Jungen suchten sich selbst ein Nachtquartier. Am anderen Tag erkundeten sie die Stadt Ellingen mit dem prächtigen Deutschordensschloss, Weißenburg mit der Römertherme und dem römischen Castellum Biricianum und in der Nähe den Karlsgraben, ein ca. 600 m langes, übrig gebliebenes Kanalstück aus der Zeit Karls des Großen, das eine Schiffsverbindung zwischen Donau und Main über Nebenflüsse herstellen sollte.

Der dritte Tag führte die Pfadfinder auf den fränkischen Jura hinauf nach Burgsalach. Dort hatten sie den Burgus, ein ausgegrabenes Römerkastell, zu erkunden. Ihre letzte Nacht vor dem Eintreffen an ihrem Lagerplatz bei Kaldorf verbrachten sie in Sichtweite eines nachgebauten hölzernen römischen Wachtturms. Der vierte Tag ihres langen Hajks führte entlang des ehemaligen Limes, der hier als Steinmauer ausgeführt war und von dem heute noch ein Mauerstumpf im Wald deutlich erkennbar ist, zu ihrem Lagerplatz bei Kaldorf. Nur 50 m hinter dem Platz lief der Limes, die römische Befestigungslinie gegen das Gebiet der Germanen, geradeaus weiter durch den Wald. Die Pfadfinder richteten sich für gut eine weitere Woche in dem Lager mit Materialien aus der Natur, wie sie auch den Römern zur Verfügung standen, ein. Eifrig fertigten die Sippen zwei Lehmöfen als komfortable Koch- und Backstätte.


und Luchs im Lager
 
Besichtigungsprogramm in Eichstätt

Die prächtigen Bauwerke konnten in Funktion, Aussehen sowie Originalität, auch kritische Passanten überzeugen. Essgestelle aus dem Holz des nahen Waldes errichtet, Kohten und eine Jurte sorgten für ein angenehmes Wohnen im Freien und boten auch guten Schutz bei Regentagen. Nach der Aufbauphase wurden Besichtigungen in der Umgebung durchgeführt. Führungen durch den Eichstätter Dom und durch die Franziskanerkirche mit einem nachgebauten Grab Christi aus der Kreuzfahrerzeit waren große Erlebnisse. Am Sonntag war frühes Aufstehen angesagt, um rechtzeitig in der hl. Messe in Kaldorf einzutreffen. Die Begeisterung im Lager war groß, häufiger Regen konnte die Stimmung nicht verderben. Singen in der Jurte und zünftige Abendrunden mit Gitarrenspiel, Liedern, Tschai, Vortragen von Geschichten aus der dortigen Gegend und Theaterstücke sorgten für Kurzweil. Sonnige Tage wurden zum Schwimmbadbesuch oder zum Errichten von Spezialbauten im Lager oder zum Backen von Brot verwendet.

Ein Ausflug nach Kipfenberg mit einem Aufstieg zur Burg informierte die Pfadfinder über den ältesten Baiern. Er wurde vor einigen Jahren in der Nähe von Archäologen ausgegraben, hatte noch seine volle Rüstung an und stand offensichtlich in römischen Diensten. Sein Auffinden galt als Sensation und entsprechend werden er und seine Welt von damals eindrucksvoll in dem Museum auf der Burg präsentiert. Am vorletzten Tag wurden die meisten Lagerbauten bereits abgebaut, um rechtzeitig am 11. 8. 05 zum Bahnhof in Weißenburg zu gelangen. Am späten Nachmittag traf der Pfadfindertrupp wohlbehalten wieder in Marktbreit ein und ist voller Motivation, sich im nächsten Jahr wieder in ein neues Lagerabenteuer zu stürzen.