Sommerlager 2006 der Wölflinge in Thüringen

Gleich zu Beginn der Sommerferien, am 28. Juli 2006, machten sich zwei unerschrockene Rudel der Marktbreiter Wölflinge auf die Fahrt nach Norden. In Thüringen, in Walkes, zwischen Tann und Hilders, schlugen wir auf der schönen Wiese eines Bauern unser Lager auf. Auf der Weide direkt nebenan leisteten uns Kühe während der ganzen Woche Gesellschaft. Ein Bauer aus dem Dorf hielt sogar exotische Tiere. Einen seiner Emus, der ausgerissen war, trafen wir einige Tage später beim Geländespiel im Wald. Außer den Marktbreitern waren noch Rudel aus Eckweisbach, Forchheim und Riesenbeck im Lager. Gemeinsam machten wir uns zu Beginn auf die Reise nach Neuseeland, wo englische und irische Siedler und einheimische Maori zusammentrafen.


Gemütliche Sitzgruppe

Am ersten Tag richteten wir uns unser Lager ein, bauten u.a. einen großen Esstisch, Sitzplätze für die Jurte und einen Lageraltar.
Am Sonntagmorgen besuchten wir im benachbarten Ketten die Hl. Messe. Gleich danach fuhren wir ins Erlebnisbergwerk in Merkers, einem riesigen Kali-Salzbergwerk. Zuerst ging es 500 Meter mit dem Aufzug in die Tiefe, danach noch einmal 300 Meter mit dem LKW.
Den folgenden Tag brachten wir im Lager zu. Die Siedler-Wölflinge stellten ihr Stoffsäckchen für die Goldnuggets fertig, und am frühen Nachmittag war es Zeit, zwei Maori-Krieger gefangen zu nehmen. Leise schlichen wir durch den Wald.

An ihrem Lager angekommen, nahmen wir sie gefangen und brachten sie gefesselt ins Lager. Nachdem sich Siedler und Maori versöhnt hatten, gab es noch eine große Schlauchbootfahrt, natürlich mit Schwimmwesten, auf der Werra.

Wie jeden Abend saßen wir am Lagerfeuer, sangen und spielten und hörten am Ende des Abends die Geschichte von der Auseinandersetzung, den Kämpfen zwischen Maori und europäischen Siedlern aus der Zeit der Besiedlung Neuseelands und der Versöhnung beider Gruppen.
Bei der Großen Olympiade durfte jeder Siedler-Wölfling sein Können unter Beweis stellen: Im Speerwurf, beim Bogenschießen, Anschleichen, Blindgehen oder in Geschicklichkeit. Den Abschluss bildeten Turniere im Völkerball- und Brennballspiel.


Nach der Reinigungsaktion

Am nächsten Tag war es Zeit, unserem Bauern „Dankeschön“ zu sagen. Jeder Wölfling nahm einen Besen oder eine Schaufel und eifrig wurde der Hof des Bauern gefegt. Diese freundliche Familie belohnte die Wölflinge mit Saft und Süßigkeiten. Für den Nachmittag war Kreativität angesagt. Jeder Wölfling durfte für sich eine Schatztruhe oder ein Floß bauen. Zwischendurch stand in diesen Tagen natürlich immer wieder der Besuch des Schwimmbades auf dem Programm, sobald es das Wetter zuließ. Kurz vor dem Ende des Lagers trafen sich alle Siedler und Maori im nahe gelegenen Wald zum Großen Händler-Geländespiel, bei dem es darum ging, Goldstücke zu suchen und zu sammeln und dafür geschickt Rohstoffe zu erwerben, um Häuser, Scheunen zu bauen und Tiere kaufen zu können. Am Abend beim großen Abschlussfest kam eigens der englische Gouverneur mit seinem Diener zu Besuch. Ihnen spielten die Siedler-Gruppen kleine Theaterstücke aus dem Leben der Maori und der englischen und irischen Familien vor. Zwischendurch gab es ein großes Festessen mit Tschai und Stockbrot.
Der letzte Tag, der 04. August 2006, war ausgefüllt mit dem Abbau der Zelte, Einpacken, der Siegerehrung und der Verabschiedung. Von den sechs Rudeln belegten die Rudel aus Eckweisbach den sechsten und fünften Platz, das Braune Rudel aus Marktbreit den vierten Platz, das Rudel aus Forchheim den dritten, das Rudel aus Riesenbeck den zweiten und das weiß-graue Rudel aus Marktbreit den ersten Platz. Als wir nichts mehr außer unserem Dank zurückgelassen hatten, kehrten wir voller neuer Eindrücke zurück nach Marktbreit.