Ritterlager
der Marktbreiter Wölflingsjungen im August 2008 |
| "Wie seid ihr denn zu diesem versteckten Lagerplatz gekommen?", fragte ein Vater, der seinen Jungen nach einer Woche Wölflingslager abholte. In der Tat war dieser von Bäumen umrahmte Lagerplatz am Ausgang des Dorfes so richtig geeignet für unser Ritterlager, das zusammen mit den Meuten aus Forchheim und Berlin in der ersten Ferienwoche in Geisdorf in Oberfranken am Eingang der Fränkischen Schweiz stattfand. |
![]() Beim großen Ritterturnier |
Nach dem Aufbau
des Lagers und einem stärkenden Abendessen wurde das Erkundungsspiel
durchgeführt, bei dem sich die Wölflinge als Ritter bewähren
mussten. Anschließend konnten dann alle bei Einbruch der Dunkelheit
in einer beeindruckenden Zeremonie zum Ritter geschlagen werden. |
| Die Wölflings-Ritter
trugen ihre Schaukämpfe aus, schon einmal als Übung für
die am nächsten Tag anstehende Ritterolympiade, bei der es ernsthaft
um Medaillen ging. Dabei belegten die "Frankenritter" aus Marktbreit
den zweiten Platz, die "Wolfsritter" aus Berlin wurden Erster,
die "Streit- und Schlüsselberger" aus Forchheim Dritter.
Bis zum Ende der Woche hatten wir strahlenden Sonnenschein, tiefblauen
Himmel, grüne Wiesen und goldgelbe Felder um uns herum, ohne dass
es allzu heiß wurde. Wir spürten den Sommer überall. Dieses
Wetter begleitete uns auch bei unserer Wanderung am Dienstag. Wir gliefen
lange durch ein weites Tal und kamen dabei auch an einem ausgetrockneten
Flussbett vorbei, das in eine unterirdische Höhle führte. In
dieser Gegend von Oberfranken findet man immer wieder solche sogenannten
"Tummler". Ab der Heroldsmühle fuhren wir mit Autos weiter
zur Burg Greifenstein, die der Familie von Stauffenberg gehört. Der
tiefe Brunnen im Hof, die reichhaltig bestückte Waffenkammer, die
schlosseigene Kapelle und der Rittersaal, zu dem ein mit zahlreichen Hirschgeweihen
behängter Gang führte, beeindruckten uns sehr. Den Abschluss
des Ausfluges bildete der Gang durch eine der bekanntesten Tropfsteinhöhlen
der Fränkischen Schweiz, durch die Binghöhle. Eine Aufgabe ganz
spezieller Art erwartete unsere Ritter am folgenden Mittwoch. Es galt,
bei dem Großen Spiel das Schwert des verstorbenen König Artus
aus der Hand eines Raubritters zu entwenden. Das gelang den "Frankenrittern",
die den neuen König Artus stellten, der den mit der Krone erhaltenen
Schatz großmütig mit allen Rittern teilte. Dieser besonders
warme Tag lockte uns am Nachmittag ins Ebermannstädter Freibad. Alle
tobten sich aus mit Wasserball: Wölflingsritter gegen die Führung.
In der Stille des Abends führten wir unter dem freien Sternenhimmel
eine kleine Wallfahrt durch. |