"Herr der Ringe"-lager der Pfadfinder im Allgäu

Am 16. August machten sich die Marktbreiter Pfadfinder ins schöne Allgäu auf, um nahe Altusried ihr Sommerlager durchzuführen. Nach dem Zeltaufbau entstanden aus Schnüren und Holzstangen komfortable Essstellen und bequeme Schlafgelegenheiten in Türmen. Den Eingang des Lagers schmückte ein Tor mit dem Lagerthema "Herr der Ringe".


Sippe Eichhörnchen vor dem Lagertor

Der alltägliche Tagesablauf begann mit dem Morgensport und dem Waschen. Sehr nützlich war hierzu der Bach, der um den Lagerplatz floss. In diesem konnte man sich wunderbar waschen oder baden. Es folgte der Gottesdienst mit anschließender Morgenrunde und Frühstück. Vor und nach dem Mittagessen stand das jeweilige Tagesprogramm an. Natürlich wurden die Mahlzeiten von den Pfadfindern selbst über dem offenen Feuer zubereitet.
Nach einem weiteren Tag mit Lagerbauten bereitete jede Sippe am folgenden Vormittag eine Station für die Olympiade vor. Und was für tolle Disziplinen erfunden wurden:

Über den Bach hangeln, mit einem Anker "Boote" umwerfen, Bierkästen stapeln und mit einer zu steuernden Kerze, Blätter anbrennen ...
Am nächsten Tag wurden die bereits zu Hause angefertigten Blasrohre auf Weitschießen, Zielschießen und Zeitschießen getestet. Gegen Mittag brachen wir dann zum Geländespiel auf. Ziel des Spiels war es, möglichst viel Geld zu erwirtschaften, um am Ende "den einen Ring" zu finden. Es folgte der Kochwettstreit, bei dem jede Sippe ein Menü mit mehreren Gängen zubereitete. Es sollte natürlich besonders gut schmecken, denn schließlich wurde es auch von der Jury bewertet! Keine Angst - es leben noch alle.

Auf den Besuchertag, bei dem die meisten Eltern und viele Interessierte kamen, freuten sich alle. Hier konnte man life erleben, was denn da so alles in einem Pfadfinderlager gemacht wird. Unter den angebotenen Attraktionen gab es auch eine Seilbahn. Einige Eltern waren so mutig daran hoch über dem Lagerplatz zu schweben. Zu Beginn der zweiten Woche bauten wir einen eindrucksvollen Staudamm am Bach. Obwohl wir ihn immer wieder erneuerten und verstärkten, war der Wasserdruck doch zu groß und er wurde stets nach einigen Stunden zerstört oder unterspült. Für den Hajk, der Alleinwanderung der Sippen, hatte sich jede Gruppe eine bestimmte Route ausgewählt, der sie in den nächsten drei Tagen folgte. Übernachtet wurde dabei in einem Pfarrheim und bei einem gastfreundlichen Bauern im Heu.


Per Seilbahn über die Jurtenburg

An den letzten beiden Tagen mussten wir schon unser Lager abbauen, alles Material zusammen packen und in die Autos verladen. Bei der Schlussrunde wurden die Platzierungen bekannt gegeben. Die Sippe Eichhörnchen aus Marktbreit errang zu unserer großen Freude den 2. Platz und musste sich nur der Sippe Sperber aus dem Allgäu geschlagen geben. Dann stiegen alle in die Fahrzeuge und manch einer freute sich schon auf die warme Badewanne daheim, die der frische Bach für die vergangenen zwei Wochen ersetzt hatte.