Marktbreiter Wölflinge reisen durch Europa

Fünf Meuten aus Berlin, Marktbreit, Forchheim, Neckarsulm und dem Hochschwarzwald trafen sich zu Beginn der Sommerferien auf einem schönen Lagerplatz bei Bad Windsheim, um mit "Mowgli durch Europa zu reisen". So lautete nämlich das Thema des diesjährigen Sommerlagers. Auf unserem Lagerplatz hatten wir alles, was das "Pfadfinderherz" begehrt: Eine Wiese mit Feuerstelle, Stangen zum Errichten von Lagerbauten, einen Wald beim Lagerplatz, einen See in der Nähe und ein Haus für Regenwetter.


Gemeinsames Kochen

Der erste Tag galt dem Aufbau der Zelte und der Einrichtung des Lagers. Über jedem Wölflingszelt flatterte bald die Fahne des gewählten europäischen Landes. Schon eine Woche zuvor hatten einige Führungen eine große Essstelle gebaut, die noch mit Planen abgedeckt wurde. Am nächsten Tag bauten die
Wölflinge selber Lagerbauten nach Wunsch. Über Wäscheleinen, Müllständer, Unterstände, Schuhständer, einem kleinen Altärchen bis hin zu einem hohen Turm war alles vertreten. Bei allen anfallenden Arbeiten halfen die Wölflinge fleißig mit. So konnten wir am Abend rechtzeitig mit der Abendrunde am Lagerfeuer beginnen.

Am folgenden Tag warteten ein Geländespiel und ein kreativer Postenlauf auf die Wölflinge, bei dem auch einiges an Geschicklichkeit gezeigt wurde. Jede Meute hatte sich ein europäisches Land und ein Märchen ausgesucht. Am Basteltag fertigten die Wölflinge Handpuppen an, mit denen sie beim Abschlussfest ihr Märchen aus ihrem europäischen Land den anderen vorspielen wollten. Mittags durften die Wölflinge selber kochen. Dazu machte sich jede Meute ein kleines Feuer, die Zutaten lieferte die Küche und los ging es mit putzen, schälen, kochen. Der Kochwettstreit ist immer wieder sehr beliebt.

Unser Ausflug am nächsten Tag führte uns in eine Falknerei, wo wir die verschiedensten Greifvögel und ihre Flugkünste vorgeführt bekamen. Es war erlaubt, den Kopf einzuziehen, wenn ein Adler oder ein Geier allzu dicht über unsere Köpfe hinweg flog. Auch die Besichtigung des angrenzenden Schlosses der Hohenzollern war sehr interessant, nicht zuletzt deswegen, weil wir alle mit großen Pantoffeln an den Füßen durch die Säle schleifen durften.
In keinem Lager darf die Olympiade fehlen. An verschiedenen Stationen zeigten die Wölflinge ihr Können und freuten sich dabei schon auf die Verleihung der Medaillen am Abend bei der Abendrunde. Außerdem wurde an diesem Tag noch für die Theateraufführung geprobt.


Feierliches Wölflingsversprechen

Wegen des unbeständigen Wetters verlegten wir die Aufführung ins Haus. Bei entsprechender Kulisse und vollständiger Dekoration schauten alle gebannt den Darbietungen der Meuten zu. Kaiser Karl der Große führte durch das Programm, und zwischendurch schmetterten wir unsere Lieder. Es hätte noch lange so weiter gehen können. Das Ende des Lagers war gekommen. Trotz des Regens musste aufgeräumt und abgebaut werden. Das meiste des übrigen Programms wurde im Haus erledigt, wie z.B. das gemeinsame Essen.
Gespannt waren alle auf die Siegerehrung, die nach dem Rückblick auf das Lager stattfand. Die Meute aus dem Hochschwarzwald belegte den vierten, die beiden Rudel aus Forchheim den dritten und zweiten Platz. Neckarsulm, Berlin und Marktbreit erreichten den ersten Platz in diesem Sommerlager 2010. Nach der Preisverleihung und unserem Abschiedslied hieß es für die Berliner, schnell zum Zug zu kommen. Die anderen beendeten noch zügig das Aufräumen.