Weltjugendtag 2011 in Madrid- Die Pfadfinder und Pfadfinderinnen aus Europa waren dabei

  Im August 2011 fand in Madrid das größte Megaereignis des Jahres statt, an dem 1,5 bis 2 Millionen junge Menschen teilnahmen. Unter den 20 000 freiwilligen Helfern beim Weltjugendtag in Madrid, den Voluntarios, waren 2100 Pfadfinder und Pfadfinderinnen der Fédération Scoutisme Européen (FSE-UIGSE), zu denen die Katholische Pfadfinderschaft Europas gehört, dabei. Zwei der 50 deutschen Pfadfinder und Pfadfinderinnen, die nach Madrid gereist waren, um dort zu helfen, waren aus Marktbreit.

Bannerrunde bei den Voluntarios

Alle 2100 FSE-Voluntarios aus ganz Europa hatten für 10 Tage ihr Lager auf dem Universitätsgelände "Universidad Rey Juan Carlos de Alcorcón" aufgeschlagen. Jedes Land hatte seine Teilnehmer in Kleingruppen aufgeteilt, von denen jede eine Partnergruppe aus einem anderen Land zugeteilt bekam, mit der sie ihren Dienst beim Weltjugendtag verrichtete. Für die Verständigung untereinander kamen für uns Deutsche nicht weniger als vier Sprachen zum Einsatz: Französisch, Spanisch, Englisch und Deutsch. Unseren Dienst leisteten wir an strategisch wichtigen Plätzen beim Transport (Metro, Nahverkehrszug oder Bahn), an denen wir wichtige Informationen an die Pilger weitergaben, oder bei den Essensausgaben.

Madrid war in diesen Tagen im Ausnahmezustand. Metro, Straßen, Restaurants, Plätze, Kirchen waren gefüllt bis überfüllt mit fröhlichen, singenden und Fahnen schwenkenden jungen Menschen aus aller Welt. Bischöfe und Kardinäle aus allen Ländern hielten jeden Tag Katechesen und die Hl. Messe für die Pilger und andere religiöse und kulturelle Angebote. Die Höhepunkte für alle waren jedoch die Begegnungen mit Papst Benedikt XVI.

Vor dem Abschlussgottesdienst auf dem Militärflughafen "Quatro Vientos" am Ende der Weltjugendtage übernachteten mehr als 1,5 Millionen Menschen unter freiem Himmel. Was man in Spanien im Sommer nicht für möglich gehalten hätte, geschah: Am Samstagabend während der Vigil begann es zu regnen und zu stürmen. Viele waren diesem Wetter schutzlos preisgegeben. Alle behielten die Ruhe und halfen sich gegenseitig. Bei den warmen Temperaturen waren die Kleider bald wieder trocken. Viele schafften es sogar, einige Stunden zu schlafen.


Eintreffen des Heiligen Vaters

Auf diesem riesigen Platz wurde die Hilfe der Voluntarios noch einmal gebraucht, um Wege für die Rettungswägen frei zu halten, die sich um so manch Hitzegeschädigten kümmerten. Unser Dienst hielt uns jedoch nicht davon ab, trotzdem aufmerksam der Hl. Messe mit dem Papst am Sonntagmorgen zu folgen.
Es war wie am Samstag wie eine Völkerwanderung, die sich ganz friedlich vollzog, als sich die Millionen wieder vom riesigen Platz in Richtung Metro bewegten, um geistig gestärkt und voll Freude über das Erlebte wieder den Heimflug anzutreten.
Viele wissen bereits jetzt: In zwei Jahren, wenn der Weltjugendtag in Rio de Janeiro stattfindet, bin ich wieder dabei!