Winterlager vom 27. bis 30. Dezember 2009 in Rixfeld

Nicht einmal Schnee lag im Gebiet um Rixfeld bei unserer Ankunft, wo wir für einige Tage im Bundeszentrum unser Winterlager hatten. Geschlafen, gekocht und gegessen wurde im Haus, es waren aber auch Aktivitäten für draußen geplant. Mittlerweile hatte es zu Schneien begonnen und andere Pfadfinder aus Erlenbach und Forchheim trafen ein, so dass wir mit ca. 25 Jungen vollständig waren.

 
Bei der Abfahrt am Bahnhof

Ein Höhepunkt der Tage war das große Geländespiel: Nur mit einer Marschrichtungszahl für den Kompass wurden die Sippen im Gelände ausgesetzt. Nach einiger Marschzeit kamen sie an einem gemeinsamen Treffpunkt zusammen. Eine verschlüsselte Botschaft warnte vor einem kurz bevorstehenden Kampf zwischen zwei feindlichen Gruppen, die von je einer Hälfte der Jungen gestellt wurden. Die eine Partei musste sich im nahen Wald eine Basis errichten, während die andere auf einer Strecke eine Postenkette mit Fackeln und Befestigungen anlegte. Über diese Grenze wurden nun "Schwerter" geschmuggelt, wobei die Posten die Schmuggler abwehrten.

Nachdem doch etliche Waffen den Weg ins feindliche Lager gefunden hatten, starteten die Posten einen Angriff. Beim Kampf um die Lebensbändchen im mittlerweile schon dunklen Wald unterlagen die Angreifer jedoch – die Schmuggler durften ihre Schwerter und den Sieg davontragen.
Anderntags wurde ein Ringhockeyturnier veranstaltet: Gespielt wird hierbei ähnlich wie Hockey, nur dass ein Ring als Ball dient, den man mit einfachen Stöcken an den anderen vorbeischiebt oder schießt. Doch schnell hat ein Gegner seinen Stab in den Ring gesteckt und mit einem kräftigen Ruck den Reifen in seinen Besitz gebracht. Dann geht es gleich wieder hinterher, diesmal in die andere Richtung, um den Ring wieder zurück zu gewinnen.
Neben diesen und anderen Aktionen gab es für die Pfadfinder in der Küche und den Zimmern zu schaffen: die Mahlzeiten wurden selbst zubereitet und dann wollten die anfallenden Aufräumarbeiten beim Spülen und in den Zimmern auch getan werden. Weil das Wetter immer noch nicht genug Schnee hergab, tobte sich die Schar im Schwimmbad an der Rutsche und im Wellenbecken aus.
Abend saß man im Kreis zusammen und sang Fahrtenlieder, hörte Geschichten oder erprobte die Genialitäten der anderen in kniffligen Spielen. Dazu konnten wir uns sogar einmal kurz außerhalb des Hauses an einem Riesen-Lagerfeuer, das genug Wärme abstrahlte aufhalten. Bei einer gestellten Diskussion dachten sich zwei Gruppen Argumente pro und contra eines Themas aus und versuchten sich dann gegenseitig rhetorisch zu überlisten und auszuhebeln.