Wochenendfahrt am 3. Advent 2006

Am Freitag, den 15. Dezember 2006 trafen sich die Marktbreiter Pfadfinder um 15 Uhr zur Feier einer vorweihnachtlichen Hl. Messe mit unserem Kuraten. Anschließend brachen sieben Jungen des Pfadfindertrupps mit dem Zug auf, um ein Wochenendlager im südbayerischen Alsmoos zu verbringen. Tobias Christoph, ein befreundeter Pfadfinderführer aus diesem Ort, organisierte das Wochenende, damit unser Trupp an der Heimatprimiz von Stefan Skalidsky teilnehmen konnte. Diesen hatten wir während des diesjährigen Sommerlagers in Österreich kennen gelernt.

 
Eifriges Testen der Sitzgurte

Nach Ankunft und Abendessen wurde das Nachtlager im ersten Stock des Pfadfinderzentrums in Alsmoos aufgeschlagen. Der Samstag begann mit Morgensport in Form eines Hockeyspiels in der „Sportarena“ auf dem Dachboden. Nach der Morgenrunde und dem Frühstück gab Tobias eine Einführung in die Kunst des Abseilens, was wir gleich im Anschluss auf dem Dachboden praktisch einübten. Am Nachmittag stand bei strahlendem Sonnenschein ein Kompasslauf auf dem Programm, der zu einer Kapelle führte, die von der dortigen Roverstufe auf beste handwerkliche Weise erbaut wurde. Die Kapelle wurde als (niedriges) Baumhaus errichtet!

Am späten Nachmittag durften sich die Pfadfinder noch aus größerer Höhe aus dem Fenster abseilen, bevor wir nach einem kleinen Imbiss die Vorabendmesse besuchten. Eine kurze Abendrunde bildete zunächst den Abschluss des gelungenen Tages.
Die Nachtruhe war jedoch nur von kurzer Dauer: Ein plötzlicher Feueralarm schreckte die Jungen aus dem Schlaf! Dichter Nebel und flackerndes Licht sorgten für eine bedrohliche Atmosphäre. Allerdings, und das konnten die Pfadfinder nicht ahnen, hatte Tobias diesen beeindruckenden Nachtalarm zusammen mit der örtlichen Feuerwehr organisiert. Allein der Führer der Gruppe wurde zuvor eingeweiht.
Die Feuerwehr inszenierte diesen vermeintlichen Hausbrand mit allem was dazugehört: Nebelmaschine, Flackerlicht, Leiterwagen und einen zackigen Kommandanten. Sogar die „Presse“ war vor Ort. Mittels Hebebühne wurde das Haus über den Balkon verlassen. Auf der Feuerwehrwache versorgte man uns mit Decken, Tee und Kuchen. Da es einige „Ungereimtheiten“ gab, wurde kurz darauf jeder einzelne Junge von der „Kriminalpolizei“ vernommen. Bei dieser Gelegenheit wurde dann den überraschten Pfadfindern die Wahrheit eröffnet.
Am Sonntag waren wir auf der Heimatprimiz (erste Heilige Messe) von Stefan Skalitzky in Leipheim eingeladen. Stefan zelebrierte eine gut besuchte Messe in seinem Heimatort Leipheim mit beeindruckender musikalischer Gestaltung durch den Singekreis der KPE. Anschließend fand ein großangelegtes Festessen im benachbarten Beuren statt, das von musikalischen und filmischen Beiträgen begleitet wurde.
Um etwa 18 Uhr verabschiedeten wir uns, um auf zwei Autos verteilt den Heimweg anzutreten. Alles in allem war das ein rundum gelungenes Wochenende, das uns sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird.