|
|
|
Im Rahmen des Heimat- und Sachkundeunterrichts verbrachten unsere beiden 4. Klassen im Frühling und unsere beiden 1. Klassen im Winter einen sehr interessanten Vormittag im Walderlebnisszentrum.(Walderlebniszentrum Sauschütt - 82031 Grünwald bei München -Tel. 089/6492099) Bettina und Matthias, zwei junge Forstleute, machten während der Führung auch viele schöne Spiele mit uns, die alle mit dem Wald zu tun hatten. Wir erklären euch hier, wie diese Waldspiele gehen. (Einige der Spiele kann man übrigens auch im Winter spielen!) Viel Spaß beim Nachmachen!
Das Baumspiel(Wie der Borkenkäfer die Bäume zerstört)
Fuchs und HaseMan braucht mindestens 20 Leute, die Paare bilden. Das Spiel geht so: Es gibt einen
Hasenbau, da müssen zwei Kinder dort stehen, zwei andere sind die Tiere: Einer ist der
Fuchs und ein anderer ist der Hase. Der Fuchs muss versuchen, den Hasen zu fangen. In der
gleichen Zeit muss der Hase versuchen, sich an einem Hasenbau einzuhaken. Der letzte vom
Hasenbau wird dann der Fuchs und muss versuchen, den zukünftigen Hasen zu fangen.
Fuchs und Hase im SchneeJe 2 Kinder gehen zu Paaren zusammen. Sie sind die Hasen. 5-6 Kinder sind die Füchse. Die Hasen verstecken sich im näheren Umkreis. Die Füchse bleiben zurück und verschließen die Augen. Nach wenigen Minuten suchen die Füchse die Hasen, indem sie deren Spur folgen. Das Spiel ist beendet, wenn alle Hasen gefunden wurden.
TierratespielWir bekamen alle ein Schild an den Rücken gehängt. Auf den Schildern waren Tierbilder
von den verschiedensten Tierarten. Dann mussten wir Paare bilden. Der eine musste den
anderen etwas über sein Tier fragen, aber der andere durfte nur mit ja oder nein
antworten. So musste jeder erraten, welches Tier er auf dem Rücken hatte. Ich hatte einen
Igel. Wir machten noch andere Spiele und hatten viel Spaß. Mir hat es sehr gut gefallen
und ich würde gerne mal wieder kommen Mattias hängte jedem Kind eine Tierkarte auf den Rücken. Jeder suchte sich einen
Partner. Dann musste man den Partner nach den Besonderheiten des Tieres befragen, und der
Partner durfte nur mit ja oder nein antworten. Wenn man das Tier erraten hatte, wurde
gewechselt. Als beide ihr Tier erraten hatten, war das Spiel zu Ende.
Die WürmersucheWir spielten das Spiel "Die Würmersuche", und das ging so: Wir haben immer zu zweit ein Vogelnest gebaut aus Ästen, Zweigen, Moos usw. Dazu hatten wir 20 Minuten Zeit. In der Zwischenzeit hat Bettina rote Fähnchen in einem Viereck aufgestellt. Dann hat sie bunt gefärbte Zahnstocher in das Viereck reingeworfen, das waren die Würmer. Und dann ging das Spiel erst richtig los. Einer der beiden Vögel musste auf das Nest (also auf die Vogeljungen) aufpassen, während der andere loslaufen, einen Wurm holen und ihn zum Nest zurückbringen musste. Nach einer bestimmten Zeit beendete Bettina das Spiel und alle Vogelpaare zeigten ihre erbeuteten Würmer. Dabei bemerkten wir etwas Interessantes: Wir hatten fast keine grünen oder normalen Zahnstocher gefunden, denn die haben anscheinend auch für uns eine Tarnfarbe auf dem Waldboden. Nur die richtig bunten "Würmer" brachten wir in unsere Nester. Viel Spaß bei dem Spiel wünschen euch
Jeder sucht sich einen Partner. Einer bekommt die Augen verbunden. Dann wird er vom
Partner zu einem Baum geführt. Er muss ihn ganz genau betasten und versuchen, sich alle
Besonderheiten zu merken. Danach führt der Partner ihn zum Platz zurück, an dem sie
gestartet waren. Der geführte Partner nimmt jetzt die Augenbinde ab und sucht den
richtigen Baum. Hat er alle Merkmale wiedererkannt, dann hat er davor seinen Baum gut
erfühlt. Jetzt ist der andere Partner dran.
Als wir im Wald wanderten, kamen wir zu einem Fühlpfad. Dort setzten wir uns hin und
zogen uns die Schuhe und Socken aus. Wir verbanden uns die Augen, und bildeten eine Reihe.
Vorne war unser Begleiter und hat uns geführt. Mit Spannung und Aufregung sind wir über
Kies, Tannenzapfen, große und kleine Steine, Waldboden, Sägespäne, Sand, Kies,
Holzstückchen, Holzpflöcke und über Bretter gegangen.
Eichhörnchen-SpielJedes Kind bekommt 7 Eicheln und muss sie irgendwo in der Nähe verstecken, genauso wie es die Eichhörnchen machen. Danach treffen sich alle Kinder wieder am Startplatz. Nun versuchen sie, ihre 7 Eicheln wiederzufinden. Das gelingt nicht allen, genauso wie bei den Eichhörnchen auch. Im nächsten Jahr werden dann halt einige junge Eichen wachsen. (Dieses Spiel haben wir im Winter gespielt.)
WaldkimMarkiert euch mit Stecken und einer Schnur auf dem Waldboden ein Quadrat von ungefähr
3 Meter Seitenlänge. Betrachtet dann das Bodenstück ganz genau und prägt euch alles gut
ein, was ihr seht. Dann dreht euch um. Einer verändert nun auf dem Waldboden 5 Dinge, z.
B. einen Zapfen entfernen, einen abgerissenen Zweig anderswohin legen, etwas Neues
dazulegen usw. Wer entdeckt alle Veränderungen?
BaumtelefonIm Wald findet man häufig gefällte Bäume, die am Boden liegen. Damit kann man prima
das Baumtelefonspiel machen: An dem einen Ende des Baumes kratzt oder klopft ein Kind mit
einem Stöckchen am Stamm, am anderen Ende halten die anderen Kinder ihre Ohren an den
Stamm. Obwohl der Baum, an dem wir das ausprobiert haben, ungefähr 20 Meter lang war,
haben wir das Kratzen und Klopfen ganz genau hören können.
Jeder von uns hat ein Kärtchen bekommen, da stand entweder "gesunder Baum", "kranker Baum" oder "Borkenkäfer" darauf. Die "Baumkinder" mussten sich an einen echten Baum stellen, die Borkenkäfer machten sich auf den Weg zu den Kindern, um sich von den Bäumen zu ernähren. Sie hatten aber nur 20 Schritte zur Verfügung. Waren die alle aufgebraucht, ohne dass sie an den Bäumen wieder auftanken konnten, sind sie gestorben und legten sich auf den Boden. Kam ein Borkenkäfer aber an einen Baum, piekste er ihn und fragte: "Gesund oder krank?" Sagte das Kind "gesund", hat der Käfer keine neuen Schritte mehr dazubekommen. Sagte das Kind aber "krank", dann hat der Borkenkäfer sich erholt und wieder 20 Schritte. Gesunde Bäume konnten insgesamt 10 Mal gepiekt werden, bevor sie selbst zu Borkenkäfern wurden, kranke Bäume aber nur 5 Mal. Nach kurzer Zeit waren alle Bäume kaputt und es liefen nur noch Borkenkäfer herum. Matthias erklärte uns, dass es in Wirklichkeit auch so ist: Bäume, die bereits
geschädigt sind, gehen schneller kaputt als gesunde. Und auch, dass bald gar keine Bäume
da sein können, wenn es viele Borkenkäfer gibt, stimmt leider wirklich.
Den Wald hören / riechen / schmeckenhören: Fünf Minuten lang standen oder saßen wir ganz ruhig mitten im Wald und horchten auf alle Geräusche, die man hören konnte. Danach zählten wir alles auf, was wir in dieser Zeit gehört hatten: Einen Kuckuck, einen Specht, viele verschiedene andere Vögel, geheimnisvolles Knistern und Knacken, und von ferne auch Autos und ein Flugzeug,... riechen: Tannennadeln, feuchtes Laub, Moos, Pilze, Rinde, und vieles mehr ergeben den wunderbaren Waldgeruch. Nehmt euch doch auf eueren Waldausflug ein paar leere Filmdöschen mit und füllt verschiedene duftende Pflanzen, die ihr ein bisschen zerpflücken oder zerreiben müsst, hinein. Fertig ist eure Wald-Duftsammlung. Im Klassenzimmer könnt ihr dann versuchen, mit verbundenen Augen zu erkennen, welche Pflanze ihr gerade riecht. schmecken: Man kann den Wald natürlich
auch schmecken, und zwar dann, wenn man aus Waldfrüchten etwas Leckeres zubereitet:
Waldhimbeermarmelade, Blaubeerpfannkuchen, Brombeerkuchen, Waldmeistergetränk,
Holundersaft, Hollerkücherl, Pilze und vieles mehr. (Aber Achtung! Selbstverständlich
dürft ihr nur Früchte und Pilze verwenden, die ihr ganz genau kennt!)
| ||||||||||||||||||||||
Webmasterin Anfragen, Tipps, Kritik? |