Die Gründung des Stammes "Schwarze Adler"
Im Jahre 1949 begann in Kitzingen langsam eine Katholische Pfadfindergruppe zu
Entstehen. Die Idee dazu kam von Dieter Roth, der zusammen mit Kurt Markert, Hans Janik,
Robert Kräuser, Hans Spitzenberger, Alfred Schmitt, Ludwig Hofmann und (etwas später)
Eberhard Schlerf, die damals im Alter von 13 15 Jahren waren, den Stamm zu
Gründen.
Die Stammes Gründung geschah nicht mit einem Festakt, sondern zog sich langsam übers Jahr dahin. In Kitzingen fielen die Katholischen Georgspfadfinder, die Schörschli, auf. Pfadfinderhut und das Grüne Klufthemd waren ungewöhnlich im Stadtbild. Der Landesfeldmeister Heinz Hofmann aus Würzburg half den Kitzingen mit Rat und Tat. Hilfe bekamen die Jungen auch von den Evangelischen Pfadfinderstamm der " Friesen" und da vor allem von Hedwig und Emil Forster, bei ihnen wurden in lagen Abenden Lieder gesungen und über Pfadfinderrei erzählt. In der Anfangszeit wechselte auch manchmal der Stammesname, St. Franziskus Folke Bernadotte und vielleicht auch andere Namen wurden verwendet, aber bei "Schwarze Adler" wurde dann geblieben.
Die Gruppenräume waren in der Baracke des Kreisjugendrings im Deusterpark, gleich neben den Deusterturm. Dort bauten sich die Pfadfinder aus Baumstümpfen ihre Stühle. Auch in anderen Dingen war man erfinderisch.Bei fahrten zu Lagern wechselte man in einer Art Stafette das Fahrrad, da nicht jeder ein solches besaß. Also ein bis zwei Kilometer fahren, dann Laufen, inzwischen fährt ein anderer Pfadfinder weiter, überholt und stellt das Fahrrad ab und läuft im Wechsel weiter .
Zu den Hauptaktivitäten der ersten Zeit zählen :Radtouren, kleine Lager, Liederrunden und Gruppenstunden. Aber auch die Frühmesse um 06:00 Uhr zum Georgstag in der Spitalkapelle und das tragen des " Altenberger Lichts" das während der Fronleichnahmprozession mit geführt wurde.